Montag, Dezember 21, 2009

Ein-Geständnis

machmal ist mir die welt zuviel.
jeder kontakt, jeder blick, jeder laut erwürgt mich, macht mir tonnenschwer die einsamkeit bewusst, die immer mein begleiter war. dann lasse ich nebel um mich entstehn, dicken, undurchdringlichen, für wort und blick. nichts kommt durch. niemand dringt ein.
fest und hart baue ich wand um wand, verdichte fugen und nur ganz wenige menschen bleiben erträglich.
dann herscht wortverbot, dann kette ich meinen stift an, dann verbiete ich mir die sprache.
all das was vorher an kontakten war verkümmert, menschen die mir wichtig waren geben auf sich immer wieder den kopf an meinem schweigen blutig zu rennen, erwiedern schweigen mit schweigen.
der wörterschlaf kann lange dauern, bedeckt von einer dicken schicht aus schnee ruhe ich dann in meiner unruhe, zehre von den beziehungen die waren und hungere nach welt, nach leben, nach DIR, wo ich doch so hart mit schweigen um mich schlug, ich alles tat um nichts mehr zu hören, zu lesen oder zu fühlen.
manchmal ist mir die welt zu viel und ich bin mir dann noch viel mehr zu viel doch könnte ich das niemandem jemals sagen, nicht Dir und Dir auch nicht und leider auch nicht Dir...

1 Comments:

Anonymous Alicia Sternenkind said...

Aber irgendjemand wird immer bleiben, hinter Deiner Wand aus Schweigen, und daruf warten, dass Du ein Fenster öffnest und Licht hineinlässt. Irgendjemand ist immer da. Vielleicht der, den Du am wenigsten dirt erwartet hast...

Komm gut ins neue Jahr - wo auch immer Du bist...

11:09 vorm.  

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